KfW-Darlehen und Fördermittel für energieeffiziente Massivhäuser bieten finanzielle Entlastung

Staatliche Fördergelder für eine energieeffiziente Bauweise bieten Bauherren finanzielle Entlastung, denn damit sparen sie bares Geld. Nach dem Fertighaus-Boom stehen nun Massivhäuser wieder hoch im Kurs. Die Massivbauweise bietet gegenüber der Fertigbauweise einen besseren Wärmeschutz. Mit geeigneten Dämmmaßnahmen und modernen Heizungsanlagen, lässt sich ein gewöhnliches Massivhaus zum Effizienzhaus-Standard Massivhaus umbauen. Über ein KfW-Darlehen können auch Sie einen günstigen Baukredit erhalten. Maßgeblich kommt es darauf an, welche Bauweise Sie bevorzugen und welche Energieeffizienz dadurch entsteht. Es gibt Fördermittel, wie z. B. die KfW Förderung für ein Massivhaus, sowie auch Fördergelder für Effizienzhäuser, die in verschiedene Klassifizierungen eingeteilt ist. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche staatlichen Zuschüsse Sie beantragen können und welche Investitionen besonders lohnenswert sind

Welche Bauart ist durch die KfW-Bank förderfähig?

Wer einen günstigen Förderkredit erhalten möchte, der kann für Neubauten, die nach der CO2-Gebäudeverordnung gebaut sind, einen entsprechenden Antrag stellen. Diese Häuser müssen in der Baubeschreibung als KfW-Effizienzhaus ausgewiesen sein. Die Förderung bezieht sich auf

  • private Wohnhäuser
  • Wohneinrichtungen
  • Alten- und Pflegeheime und ähnliche Bauten
  • Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind vom Förderprogramm ausgeschlossen.

 

Können Sie auch ein KfW-Darlehen erhalten, wenn Sie ein bestehendes Gebäude umbauen?

Mit einem Umwidmungs-Antrag sind Baumaßnahmen förderbar, die einen Umbau betreffen. Dies gilt allerdings nur für Flächen, die bisher nicht für Wohnzwecke geeignet waren. Baut man diese nach CO2-Energieverordnung um, sind Fördermittel möglich. Ebenso sind Anbauten, die zu Wohnzwecken dienen, im KfW-Programm enthalten. Das KfW-Förderprogramm ist auch mit anderen Fördermöglichkeiten kombinierbar.

Welche Bauweisen sind innerhalb von KfW-Darlehen förderfähig?

Ein KfW-förderungsfähiges Effizienzhaus muss bestimmte Eigenschaften aufweisen und einen Anforderungskatalog erfüllen. Im KfW-Programm sind KfW 40, KfW 55 und KfW 70 ausgewiesen. Maßgeblich spielen der primäre Energiebedarf pro Jahr, sowie der Transimmissionsverlust des Gebäudes eine große Rolle. Je kleiner die Zahl der Klassifizierung des förderungsfähigen Baus, desto höher ist die Entlastung für den Bauherren.

Was wird nicht gefördert?

Nicht förderfähig sind Anbauten und Umbauten, die keinem Wohnzweck dienen. Zudem sind Ferienwohnungen und Ferienhäuser nicht staatlich begünstigt. Neubauten, die nicht ausdrücklich als KfW-Effizienzhaus ausgewiesen sind, sind ebenfalls nicht förderfähig. Die Förderung bezieht sich nicht auf die Grundstückskosten, die mit einem Neubau oder Anbau in Verbindung stehen.

Wieviel Prozent der Baukosten sind förderfähig?

Wer sich ordentlich beraten lässt und alle Anforderungen erfüllt, der kann die Baukosten um bis zu 100 % fördern lassen. Ein nachträglicher Antrag ist nicht möglich. Der Antrag auf Förderung muss unbedingt vor Baubeginn vorliegen.

Gibt es eine Fördergrenze?

Ja, die Förderung ist begrenzt. Bislang konnten Bauherren eine Förderung von maximal 50.000 Euro je Wohneinheit erwarten. Diese Summe wurde auf 100.000 Euro je Wohneinheit erhöht.

Welche Baumaßnahmen sind erforderlich, damit Sie einen KfW-Förderkredit beantragen können?

Ein förderungsfähiger Wohnbau muss – je nach Klassifizierung – bestimmte Elemente enthalten. Ein KfW-Effizienzhaus Standard sollte eine energieeffiziente Heizung integriert haben. Vorteilhaft ist das Verbauen einer Wärmepumpe. Zudem ist eine Solaranlage für das Warmwasser Pflicht. Die Fassade, das Dach und die Fensterrahmen müssen der jeweiligen Dämmverordnung folgen. Die Fenster sollten dreifachverglast sein, damit der Wärmeverlust gering gehalten wird.

Wie werden Sie als Bauherr gefördert?

Wenn Sie am energieeffizienten Wohnbau interessiert sind, empfehlen wir eine Beratung zum günstigen KfW-Annuitätendarlehen. Es stehen verschiedene Laufzeiten zwischen vier und 30 Jahren zur Verfügung. Sie haben alternativ auch die Möglichkeit, ein endfälliges Darlehen zu erhalten. Ein großer Vorteil des KfW-Darlehens ist die Option einer tilgungsfreien Anlaufzeit für die ersten ein bis fünf Jahre.  Während dieser Anlaufphase entrichten Sie nur die Zinsen für das Annuitätendarlehen. Des Weiteren ist ein Tilgungszuschuss möglich. Dieser wird vorzugsweise auf die KfW 40 und KfW 55 Häuser vergeben. Je nach Vertrag beträgt der Tilgungszuschuss zwischen fünf und 15 %. Dieser wird abschlagsfrei zur Reduzierung der Darlehenssumme ausbezahlt. Eine Grundvoraussetzung ist, dass Sie als Bauherr die Kreditsumme innerhalb der nächsten 12 Monate abrufen. Zudem werden Sondertilgungen angenommen, wenn die Mindestsumme 1000 Euro beträgt.

Wie beantragen Sie einen KfW-Kredit für ein Effizienzhaus-Massivhaus?

Der Antrag auf das KfW-Förderdarlehen kann nur bearbeitet werden, wenn Sie diese vor Baubeginn bei der zuständigen Hausbank einreichen. Die Hausbank ist über die aktuelle finanzielle Situation informiert und kann Sicherheiten vereinbaren, die der Kreditbewilligung dienen. Dies sind z. B. Lebensversicherungen oder vorhandene Grundstücke. Auch ein Bürge kann die entsprechende Sicherheit für die Bank leisten. Die Antragstellung erfolgt immer über die Hausbank und kann nicht direkt bei der KfW-Bank eingereicht werden.

Fazit

Die KfW-Förderung für ein Massivhaus ist eine Möglichkeit für Bauherren, die Baukosten erheblich zu senken. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Fördergelder direkt, oder durch ein Annuitätendarlehen zu beziehen. Wer ein KfW-Effizienzhaus baut, der hat nicht nur Vorteile hinsichtlich der niedrigen Darlehenszinsen. Ein energieeffizienter Bau schont den eigenen Geldbeutel nachhaltig. Zudem tätigt man eine wertsteigernde Investition und kann sich lange Zeit an dem lukrativen Bau erfreuen.

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