Wie Sie Ihr Haus vor Unwetterschäden schützen

Der Herbst ist da und damit auch die Herbststürme und andere Unwetter. Sie sind Besitzer eines Eigenheims und möchten natürlich nicht, dass an Ihrem Haus bei bedrohlichen Wetterereignissen Schäden entstehen. Wie für viele Lebensbereiche heißt es: „Vorbeugen ist besser als heilen” und alles wetterfest machen.

Es können die verschiedensten Wetterunbilden auftreten, die an Ihrem Haus Unwetterschäden anrichten. Um Unwetterschäden vorzubeugen, sind zielgerichtete Maßnahmen notwendig. Wir alle kennen Hagelschlag, Starkregen, Gewitterfronten, Blitz und Donner, Gewitterböen, Sturm und Schneemassen. In der letzten Zeit treten sogar in Deutschland ab und an Trichterwolken und Tornados auf, dazu gibt es eine Tornadoliste im Internet. Erfahrungsgemäß hinterlassen solche Naturereignisse dann zerstörte Landschaften, abgedeckte oder defekte Dächer, verstreute Gegenstände und umgestürzte Stromleitungen. Die Schadenssummen sind nicht gering. Das Haus vor Sturm schützen und das Haus für Starkregen wetterfest zu machen, ist daher wichtig.

Wetterphänomene und Naturgewalten: was ist das eigentlich?

Mit entsprechenden Vorkehrungen können Sie Ihr Eigenheim schützen. Sturm und Orkane entstehen, wenn warme mit kalter Luft zusammentrifft. Sie kommen am meisten im Herbst und Winter vor, also sogenannte Winterstürme. Als Sturm gilt ein Wind von mindestens 75 – 88 km in der Stunde. Die Steigerung geht dann bis zu einem orkanartigen Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 103 – 117 km in der Stunde. Als Orkan gilt ein Sturm, der mindestens 10 Minuten mit 118 km in der Stunde wütet. Auch Orkanböen erreichen diese Geschwindigkeit.

Wie Sie Ihr Haus vor Unwetterschäden schützen, erklären wir Ihnen hier:

  1. Sorgen Sie vor! Lassen Sie das Dach von einem Spezialisten kontrollieren. Denn kleinste Schäden am Dach führen im schlimmsten Fall zu undichten Stellen. Erledigen Sie diese Sichtungen und mögliche Reparaturen keinesfalls selbst, sondern beauftragen Sie einen Fachbetrieb. Lassen Sie verstopfte Regenrinnen und Fallrohre reinigen und Verschmutzungen wie Moos entfernen.
  2. Schauen Sie nach der Beleuchtung und sorgen Sie für den Fall der Fälle für eine Notbeleuchtung.
  3. Räumen Sie mobile Gegenstände ins Haus, damit ein Sturm sie nicht wegweht oder umreißt. Wenn das nicht möglich ist, befestigen Sie diese Gegenstände. Dazu zählen zum Beispiel Fahrräder, Gartenmöbel, Gartengeräte, Sonnenschirme, Dekorationen, Balkonmöbel, Balkonkästen, Blumenkübel und Spielzeug. Schließen Sie außerdem alle Fenster im Haus.
  4. Das Haus vor Orkan schützen, verlangt noch gründlichere Sicherheitsvorkehrungen. Vergessen Sie nicht, die Fenster im Keller und auf dem Dachboden zu schließen. Dies geht allerdings nicht, wenn Sie dadurch die Luft für den Kamin oder Kachelofen abschneiden. Schließen Sie die Klappläden an Fenstern.
  5. Droht dem Haus Starkregen, treffen Sie dazu folgende Vorsichtsmaßnahmen: Rückschlagklappen innerhalb der Hausinstallation sind im Untergeschoss oder Keller zu finden, z. B. in einem Siphon. Stellen Sie sich, dass diese sauber sind. Sie selbst können – nach Einweisung – die Wartung durchführen. Das schreiben Sie am besten immer auf. Es ist auch möglich, dass ein Fachbetrieb dauerhaft die Wartung übernimmt. Vor Unwettern prüfen Sie am besten die vorhandenen Rückschlagklappen. Bei Überflutungen sind Sie sonst selbst in der Haftung. Wir empfehlen außerdem, sich gegen Rückstau mit einer Versicherung gegen Elementarschäden zu schützen.
  6. Schalten Sie alle elektrischen Geräte und Mehrfachsteckdosen aus. Ihr Mobiltelefon dürfen Sie weiter nutzen. Die Stromzufuhr für den Keller stellen Sie besser ab. Sollten Sie Chemikalien oder andere Dinge lagern, die mit Wasser nicht in Berührung kommen dürfen, entfernen Sie sie aus der Gefahrenzone.
  7. Entfernen Sie wertvolle Dinge aus dem Keller und bringen Sie diese höher im Haus unter. Nutzen Sie keine überfluteten Keller! Benachrichtigen Sie dann in jedem Fall die Feuerwehr.
  8. Haben Sie eine Ölheizung? Hier lagert der Brennstoff Heizöl in Tanks in Ihrem Wohnhaus. Wenn solche Tankanlagen oberhalb des möglichen höchsten Hochwassers installiert sind, ist dies die sicherste Variante, beim eigenen Haus Starkregen nicht zu viel Angriffsfläche zu bieten. Tiefliegende Heizöltanks verfügen am besten über eine Zusatzverankerung und sind voll. Lassen Sie besser eine Holzpellet-Heizungsanlage einbauen, wenn sich Ihr Eigenheim in einer hochwassergefährdeten Zone befindet.
  9. Und falls es doch passiert: Dokumentieren Sie im Schadenfall alles so bald wie möglich anhand von Fotos. Das ist wichtig für die Versicherung.

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