Winterfestes Haus: So fühlen Sie sich auch im Winter in Ihrem Haus wohl

Der Winter kündigt sich an: gefallenes Laub bedeckt Straßen und Wege, noch wenige Wochen, und die Bäume sind kahl. Bei sinkenden Temperaturen kratzen Autofahrer früh morgens die Scheiben frei, Nebel trübt hin und wieder die Sicht am Morgen. Keine Frage, der Herbst ist da, die Tage werden kürzer. Es wird Zeit, das Haus auf die kalten Wintermonate vorzubereiten. Beugen Sie Schäden vor, die oft durch die Witterung in Herbst und Winter entstehen. Unser Ratgeber gibt Ihnen ein paar Tipps, wie Sie Ihr Haus winterfest machen.

Die optimale Vorbereitung auf die kalten Tage besteht vor allem auf einer besonderen Prüfung der Heizanlage. Dazu gehören auch die Heizkörper. Nehmen Sie notwendige Reparaturen an Fenstern, Türen und auf dem Dach unbedingt jetzt noch vor. Extrem wichtig ist es, die Wasserleitungen vor möglichem Frost zu schützen.

Wartung der Heizungsanlage

Warten Sie Ihre Heizungsanlage jährlich – gleich ob Öl-, Gas- oder ein anderer Heizungstyp. Idealerweise nimmt ein Fachmann diese Aufgabe wahr, aber auch ein interessierter Laie oder Heimwerker kann einige Aufgaben übernehmen. Durch eine regelmäßige Wartung verlängern Sie nicht nur die Lebensdauer der Heizung – Sie senken auch die Heizkosten. Ein Fachbetrieb korrigiert zum Beispiel eine zu hoch eingestellte Vorlauftemperatur. Fachleute klären außerdem, ob Reparaturen an Verschleißteilen anstehen. Lassen Sie den Brennraum mindestens alle zwei Jahre reinigen. Verrußte Elemente senken die Effizienz der Heizung und führen zu einem höheren Energieverbrauch. Wir empfehlen, dies einem Fachmann zu überlassen. Ist der Ausgleichsbehälter noch in Ordnung? Der Fachbetrieb stellt mit Hilfe der „Klangprobe“ fest, ob undichte Stellen vorliegen und das Gefäß ausgetauscht werden muss. Der Ausgleichsbehälter versorgt die oberen Etagen mit ausreichender Heizungswärme. Ist er defekt, ist es im ersten Stock zu kühl.

Aber sehen Sie sich nicht nur die Heizung an – auch die einzelnen Heizkörper verdienen Beachtung. Denn hier befindet sich möglicherweise Luft im Heizungssystem. Diese verhindert unter Umständen, dass die Anlage ihre volle Leistung abgibt. Dann verschwenden Sie Heizenergie, was die Kosten in die Höhe treibt. Luft in den Heizkörpern erkennen Sie daran, dass beim Einschalten der Heizung Geräusche entstehen wie Pochen oder Gluckern. Zur Entlüftung verwenden Sie einen Schlüssel, den Heizungs- oder Entlüftungsschlüssel. An den Heizkörpern befindet sich jeweils ein Ventil. Dieses drehen Sie vorsichtig mit dem Schlüssel auf, um die Luft heraus zu lassen. Stellen Sie eine Schale oder einen Eimer unter, um entweichendes Wasser aufzufangen. Prüfen Sie anschließend den Druck des Heizungskessels. Durch behutsames Nachfüllen von Wasser – bei kalter Anlage – gleichen Sie den Druckverlust wieder aus.

Mehr zum Thema „Heizen” lesen Sie in unserem Ratgeber „Heizkosten: Wie Sie richtig sparen können”.

Heizungsrohre und Wasserleitungen prüfen

Seit dem Jahr 2011 gilt die Energieeinsparverordnung. In dieser Gesetzes-Vorgabe ist festgelegt, dass oberirdische Warmwasser- und auch Heizungsrohre ausreichend gedämmt sein müssen. Prüfen Sie Warmwasserleitungen und auch die Wärmeverteilungs-Installation, ob sie die notwendige Dämmung haben. Hilfe erhalten Sie hierbei bei jedem Heizungsfachbetrieb. Lassen Sie mögliche Schwachstellen reparieren, um größere Schäden an Rohren und Leitungen zu vermeiden.

Leitungen vor Frost schützen

Besonders wichtig bei der Vorbereitung auf den Winter ist, dass alle Wasserleitungen sowohl im Haus als auch außerhalb Frostschutz erhalten. Und zwar vor dem einsetzenden Frost bevor sie zufrieren und in der Folge platzen oder aufreißen. Achten Sie innerhalb des Hauses darauf, dass kein Raum über längere Zeit unbeheizt bleibt. Beheizen Sie Ihre Räume auch dann minimal, wenn der langersehnte Ski-Urlaub ansteht. Ist dies nicht möglich, lassen Sie bei zu erwartenden hohen Minusgraden das Wasser ab. Nutzen Sie Leitungen nicht mehr aus, trennen Sie am besten einzelne Bereiche der Wasseranlage mit Absperrhähnen vom gesamten System. Anschließend lassen Sie sie bei geöffnetem Wasserhahn leer laufen, damit die Wasserleitungen Frostschutz erhalten. So ist für ausreichenden Schutz der Leitungen gesorgt.

Dach und Dachrinne prüfen

Ein undichtes Dach bemerken Sie nicht immer sofort. Sind zum Beispiel nach einem Sturm einzelne Ziegel beschädigt, kann Feuchtigkeit eindringen. Und die Nässe schädigt die Dämmung oder den Dachstuhl. Lassen Sie deshalb lose Ziegel oder brüchigen Zementauftrag instand setzen. Reinigen Sie die Dachrinne gründlich und jährlich vom Laub. Als Werkzeug zum Dachrinnen säubern genügt eine Leiter und eine weiche Bürste. Bei schwer erreichbaren Dachrinnen empfehlen wir Ihnen, einen Dachdecker mit der Reinigung zu beauftragen. Bei Flachdächern kontrollieren Sie am besten auch die Wasserabläufe, damit das Schmelzwasser richtig abläuft. Gibt es Reparaturen am Dach, sollte auf jeden Fall der Dachdecker hinzugezogen werden.

Achten Sie in Regionen mit hohem Schneefall darauf, dass die Schneelast für das Haus nicht zu schwer ist. In den Hausunterlagen finden Sie Hinweise auf die Maximallast.

Weitere Maßnahmen

Sind Fenster oder Türen undicht, entweicht die erwärmte Innenluft nach draußen – eine echte Energieverschwendung. Erneuern Sie deshalb marode Gummidichtungen und justieren Sie schlecht schließende Fenster nach. Bringen Sie an Türen Bürstendichtungen an. So verhindern Sie das Ausströmen von Luft. Mehr zum Thema „undichte Fenster und Türen” lesen Sie in unserem Ratgeber „Heizkosten: Wie Sie richtig sparen können”.

In der kalten Jahreszeit ist es früh dunkel. Stellen Sie sicher, dass die Außenbeleuchtung alle Treppen, Wege und Eingänge ausreichend ausleuchtet.

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