Heizkosten: Wie Sie richtig sparen können

Sind Sie auf immer wieder aufs Neue über Ihre Heizkosten erschrocken? Mit unseren 5 Tipps können Sie ganz einfach richtig viel Geld sparen.

Räume nicht überheizen

Die optimale Temperatur zum Wohlfühlen in Wohnräumen beträgt laut der Deutschen Energie-Agentur (dena) bei 19 bis 21 Grad und in Schlafzimmern ungefähr 16 bis 18 Grad. Ausgenommen sind Bade- und Kinderzimmer: da sind auch ruhig bis 24 Grad angebracht. Wenn Sie die Heizung auf diese Werte einstellen, herrscht trotzdem noch eine angenehme Temperatur und Sie sparen bares Geld. In einem normalen Einfamilienhaus mit Gasheizung sparen Sie mit der richtigen Raumtemperatur pro Jahr bis zu 80 Euro.

Richtig Lüften

Stoßlüften statt Fenster kippen! Wer sich daran hält, spart im Jahr einiges. Bei gekippten Fenstern kommt kaum frische Lust in die Räume und die verbrauchte Luft entweicht nicht nach draußen. Außerdem erkalten die Wände, was Schimmelpilze begünstigt. Öffnen Sie besser mehrmals am Tag die Fenster für ein paar Minuten komplett. Nach dem Baden, Duschen oder Kochen empfiehlt sich das besonders, damit die feuchte Luft entweicht.

Beim Stoßlüften achten Sie darauf, dass Türen zu beheizten Räumen geschlossen sind. Die Heizung in den belüfteten Räumen sollte für die Dauer des Stoßlüftens abgedreht sein.

Unser Tipp

Das Thermostat nicht ganz aufdrehen, denn Heizkörper erwärmen die Räume dann nicht schneller.

Das heiße Wasser im Heizkörper hat immer die gleiche Temperatur, so dass der Heizkörper bei ganz aufgedrehtem Thermostat nur länger heizt.

Heizung entlüften

Wer kennt das nicht: Die Heizkörper gluckern und werden nicht richtig warm. In den meisten Fällen ist Luft in den Heizkörpern und Sie müssen das Heizsystem entlüften. Das ist schnell und einfach erledigt.

  1. Wenn möglich: Stellen Sie die Umwälzpumpe ab.
  2. Warten Sie eine Stunde bis Sie mit der Entlüftung beginnen.
  3. Drehen Sie den oder die Heizkörper komplett auf.
  4. Drehen Sie mit dem Schlüssel zum Entlüften das Ventil eine viertel bis halbe Drehung gegen den Uhrzeigersinn. Halten Sie ein geeignetes Gefäß unter das Ventil.
  5. Lassen Sie die Luft komplett entweichen (leises Zischen). Drehen Sie das Ventil nicht weiter auf. Wenn ein regelmäßiger Wasserstrahl aus der Öffnung austritt, ist das Entlüften abgeschlossen. Schließen Sie das Ventil.
  6. Wir empfehlen auf diese Art alle Heizkörper des Hauses zu entlüften. Fangen Sie auf der untersten Etage an und fahren Etage für Etage nach oben fort.
  7. Vergessen Sie nicht, die Umwälzpumpe wieder anzustellen, falls Sie sich zu Anfang abgestellt haben.

Wichtig: Überprüfen Sie nach dem Entlüften den Druck im Heizsystem. In normalen Einfamilienhäusern liegt dieser zwischen 1,0 und 1,5 bar.

Heizung überprüfen

Viele Heizungen sind nicht richtig eingestellt. Das lässt die Heizkosten steigen. Wir empfehlen Ihnen, einen hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen. Außerdem ist die richtige Einstellung der Nachtabsenkung ein wichtiger Punkt beim Sparen von Heizkosten. Grundsätzlich ist es ratsam, die Heizungsanlage einmal im Jahr überprüfen zu lassen. Damit ist effektives Heizen in der kalten Jahreszeit gewährleistet und teuren Überraschungen lassen sich minimieren.

Vorteile einer Heizungswartung

  1. Optimale Verbrauchswerte sparen Energie und Heizkosten
  2. Risiko eines Ausfalls der Heizung reduziert sich
  3. Lebensdauer Ihrer Heizungsanlage verlängert sich
  4. Verschleißteile können rechtzeitig ausgetauscht werden
  5. Garantieerhalt bei meisten Herstellern von Heizungen

Fenster und Türen richtig isolieren

Bei energieeffizientem Heizen bleibt die Wärme in den Räumen. Zugluft durch undichte Fenster und Türen lässt die Heizkosten steigen. Aber undichte Fensterspalten lassen sich schnell und einfach mit einem Dichtungsband aus Schaum oder Gummi abdichten. Diese bekommen Sie in jedem Baumarkt. Achtung: Dichten Sie bei Doppelkastenfenstern nur den inneren Flügel ab. Andernfalls sammelt sich schnell Feuchtigkeit durch Kondenswasser. Dies führt zu Schimmelbildung! Wichtig: Bei gut abgedichteten Fenstern ist richtiges Lüften sehr wichtig! Bringen Sie an undichten Türen unten Bürstendichtungen an, um das Ausströmen von Luft zu verhindern.

Unser Tipp: Es ist sinnvoll, bei Dunkelheit Rollläden, Jalousien und Rollos geschlossen zu halten. So halten Sie die Wärme in den Räumen und isolieren Ihre Fenster zusätzlich.

Warmwasser sparen

Wenn Sie Ihr Brauchwasser nicht (komplett) über eine Solaranlage erwärmen, entstehen auch für das Warmwasser Heizkosten.

Ein Sparduschkopf verbraucht nur ungefähr die Hälfte des Wassers ein herkömmlicher Duschkopf. Auch Durchflussbegrenzer und Perlstrahler reduzieren den Wasserverbrauch bei gleichbleibendem Druck. Je nachdem ob Sie mit Gas oder Strom Ihr Wasser erwärmen, sparen Sie so pro Jahr bis zu 500 Euro Heizkosten.

Weitere Tipps zum Sparen von Warmwasser
Duschen Sie statt Vollbäder zu nehmen. Und waschen Sie Ihre Hände mit kaltem Wasser. Auch Energiespararmaturen helfen, die Heizkosten merklich zu reduzieren.

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