Einbruchschutz für Ihr Haus: Tipps, die es Einbrechern schwer machen

Einbrüche sind bei niemanden willkommen und mancher hat sein blaues Wunder beim nach Hause kommen erlebt. Im Jahr 2015 kam es zu 167.000 angezeigten Einbrüchen in Deutschland. Seitdem ist ein Rücklauf zu verzeichnen. Geschuldet ist dieser Rücklauf dem besseren Einbruchschutz. Immer mehr Bewohner setzen auf ein wachsames Auge in der Nachbarschaft und beugen Langfingern mit einfachen Mitteln vor.

Die wichtigsten Einbruchsfragen

Die großen Einbruchsfragen sind die drei W-Fragen: wann, wie und wer hat eingebrochen. Laut Statistik im Winter und der dunklen Jahreszeit die Einbrüche häufiger. Zum einen bietet die Dunkelheit Schutz. Zum anderen weil Weihnachten und Sylvester mit mehr Leerständen von Häusern und Wohnungen den Langfingern mehr Gelegenheiten bieten. Langfinger sind vermehrt Freitag und Samstag aktiv. Zudem kommen sie gerne zwischen 8 Uhr morgens und 22 Uhr nachts. Wie begehen die Diebe nun die Einbrüche? Viele Langfinger sind Gelegenheitsdiebe. Sie sehen ein gekipptes Fenster oder eine offene Tür und werden durch diesen Umstand animiert. Auch herumliegende Werkzeuge, wie Zangen, Leitern und Schraubenzieher sind eine Animation für Langfinger, sich mit diesen und dem Haus näher zu beschäftigen. Tätergruppen gehören vermehrt zu organisierten Banden aus dem Ausland. Diese versuchen über unauffällige Wege ins Haus zu gelangen.

Einbruchschutz – was ist wichtig?

Langfinger brechen dort ein, wo sie leicht und lautlos ins Haus kommen. Es liegt an Ihnen als Eigentümer, sich zu schützen. Treffen Sie entsprechende Vorsichtsmaßnahmen, um es den Einbrechern schwer zu machen. Im Folgenden geben wir Ihnen Tipps für mehr Sicherheit. Die Tipps sind leicht zu befolgen und bieten eine gute Basis für Diebstahlschutz.

  1. Lassen Sie die Haustür immer ins Schloss fallen, auch wenn Sie nur kurz zur Mülltonne gehen Am besten schließen Sie das Schloss zweifach. Der Vorteil einer doppelten Schlüssel-Umdrehung liegt darin, dass die Tür nicht so leicht aufzutreten oder aufzubrechen ist.
  2. Verstecken Sie die Hausschlüssel niemals im Blumentopf vor dem Haus. Einbrecher kennen so gut wie jedes Versteck, das Ihnen vor der Haustür einfällt.
  3. Bei dem Verlust eines Schlüssels wechseln Sie umgehend den Schließzylinder.
  4. Lassen Sie bei einer Haustür mit Glaselementen den Schlüssel auch innen keinesfalls stecken.
  5. Öffnen Sie die Tür nicht bedenkenlos, wenn Fremde anläuten.
  6. Sichern Sie die Tür von innen mit einer Kette oder einem Sperrbügel.
  7. Es gibt unterschiedliche Haustüren. Sie sind nach DIN-Norm auf einbruchshemmende Wirkung eingeteilt. Achten Sie bei einem Neubau oder Umbau immer auf eine gute Tür und auf eine sachgemäße Verbauung. Dies betrifft neben der Haupteingangstür auch die Nebentüren und Balkontüren.
  8. Einbruchschutz: Kameras neben der Haustür verschrecken Dieb effektiv.

Balkone, Terrassen und Fenster

Über 50 Prozent der Einbrüche führen Diebe mit einfachen Hebelwerkzeugen durch. Vor allem bei Toren, Fenstern, Balkontüren und Türen kommen diese zur Anwendung. Laut Polizeistatistik ist diese Technik häufiger, als ein Einbruch über Glas, wie Fensterscheiben und Türscheiben. Der Vorteil für die Langfinger liegt in der Lautstärke und in der bequemen Zugänglichkeit des Objektes. Diebe schließen die Tür von innen wieder und niemand sieht auf den ersten Blick, dass sie im Haus sind. Besonders beliebt sind laut Polizei Häuser mit ebenerdigen Fenstern. Hier ein paar Tipps für diesen Bereich:

Schließen Sie Fenster, Türen und Terrassentüren, wenn Sie Ihr Haus verlassen.

  1. Gekippte Fenster im Erdgeschoss sind eine willkommene Gelegenheit zum Einsteigen. Vorsicht!
  2. Öffnen Sie tagsüber die Rollläden. Das signalisiert Ihre Anwesenheit.
  3. Leicht zugängliche Balkone und Fenster sind leichte Einstiegsmöglichkeiten.
  4. Lassen Sie keine Kletterhilfen wie Bänke und Leitern im Garten herumstehen. Einbrecher verwenden diese Gegenstände für das Überklettern von Mauern oder für eine bessere Erreichbarkeit der Fenster oder des Dachs.
  5. Bei Kellerfenstern und ebenerdigen Fenstern sind Rollläden oder Stahlgitter eine Möglichkeit, den Einbrechern das Leben schwer zu machen. Einbruchhemmende Türen und Fenster helfen, den Langfingern keine dezidierte Einladung zukommen zu lassen. Sie sind ein guter Diebstahlschutz.
  6. Ein Tresor muss fest mit dem Bauwerk verbunden sein. Am besten ist er sogar mit einbetoniert. Damit ist es unmöglich, ihn fortzutragen. Zudem erhöht sich der Zeitaufwand, ihn zu knacken.

Fazit

Schon einfache Regeln helfen, Langfinger das Leben schwerer zu machen. Aber: WILL jemand einbrechen, findet sich meist ein Weg. Gelegenheitsdiebe sind einfach fernzuhalten. Schließen Sie Ihr Haus inklusive Fenster immer ab und leeren Sie den Briefkasten. Damit signalisieren Sie, dass Ihr Haus bewohnt ist. Eine Zeitschaltuhr am Abend oder während der Dämmerung ist ebenfalls eine gute Strategie, um Anwesenheit vorzutäuschen. Blumen, die vom Nachbarn gegossen werden und eine ab und zu verparkte Garagenvorfahrt wirken Wunder. Per Zeitschaltuhr lassen sich auch Rollläden hinauf und hinunterfahren.

Vorsicht ist bei den intelligenten Haussystemen angesagt: Die bequeme Digitalisierung der Systeme ist von Langfingern angreifbar. Eine Garagentür ist ein mögicher Einfallspunkt im Haus, wenn es von außen geöffnet zu öffnen ist.

Achten Sie auf Facebook und in anderen sozialen Medien darauf, dass Urlaube nicht sofort offensichtlich sind. Soziale Medien sind ein Ort der Überwachung und potenzielle Langfinger sehen sich vielleicht die Seiten der Bewohner eines Hauses im Internet an.

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