Die beste Jahreszeit für den Hausbau: Vor- und Nachteile

Viele Bauherren stellen sich die Frage: Wann ist eigentlich die richtige Jahreszeit, um für den Hausbau? Sobald Sie ein Projekt ausgewählt haben, müssen Sie entscheiden. Der von Ihnen gewählte Zeitraum (Zeitpunkt Hausbau) bestimmt alles, was später passiert: Planung, Buchung von Auftragnehmern und so weiter. Natürlich sind bei dieser Entscheidung viele Faktoren wichtig: vom Wetter bis zur genauen Art der auszuführenden Arbeiten. Die Wahl der besten Jahreszeit zum Hausbau ist ein Balanceakt, der von der Hausart, dem Klima in Ihrer Region und Ihrem Budget abhängt.

Hausbau im Herbst und Winter

Den Wurzeln vieler Pflanzen drohen Schäden durch den bald einsetzenden Frost. Schützen Sie diese deshalb besonders. Gesammeltes Laub als Abdeckung hält die Kälte auf Distanz, aber auch Reisig oder ein Gartenvlies schützen die Wurzeln zuverlässig. Laub wird von den Herbststürmen verweht und findet sich dann nur noch vereinzelt auf den Beeten.

Für einen erfolgreichen Hausbau in der kalten Jahreszeit, ist die richtige Planung der Baustelle sehr wichtig. Bauen Sie nicht in Eigenregie, sondern mit einem Bauunternehmen, empfehlen wir Ihnen, den Fertigstellungstermin vertraglich festzulegen. Planen Sie unvorhersehbare Wettereignisse mit ein. Damit sind Sie auf der sicheren Seite, wenn es zu Verzögerungen oder sogar zum Baustop kommt.
Ganz wichtig bei einem Hausbau im Herbst oder Winter: Unbedingt ausreichende Trocknungszeit einplanen! Es darf keine Feuchtigkeit in den Rohbau eindringen. So vermeiden Sie Schäden an Fundament und Wänden oder Schimmelbildung. Daher gilt: Lüften. Heizen Sie den Rohbau zudem kontinuierlich. Sorgen Sie für einen schnellen Einbau von Fenstern und Türen. Damit schützen Sie Ihren Rohbau vor Feuchtigkeit durch Niederschläge.

Welche Vorteile bietet ein Hausbau in Herbst und Winter

Besonders bei der Trocknungsphase bietet die kalte Jahreszeit einen ganz klaren Vorteil: Die Monate Dezember und Januar sind meist trockene Monate. Ist bis dahin der Rohbau fertig, trocknet dieser bis zum Frühling schnell. Unser Tipp: Planen Sie bereits parallel zum Innenausbau die Gartenanlagen. Ein weiterer Vorteil sind die Kosten. Im Herbst ist die Nachfrage bei den Bauunternehmen geringer. In der Regel erhalten Sie günstigere Preise als in der Hochsaison. Zusätzlich zu Wetter- und Preisüberlegungen bietet Ihnen ein Baubeginn im Herbst einen weiteren Vorteil. Außerhalb der Saison sind Subunternehmen weniger beschäftigt. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie alles wie geplant einhalten.

Welche Nachteile bietet ein Hausbau in Herbst und Winter

Die Risiken sind vielfältig:
– schlechte Wetterverhältnisse zum falschen Zeitpunkt
– Schäden am Baumaterial
– schlimmstenfalls Baustop, wenn das Wetter zu nass oder zu kalt ist
– der Einzugstermins ist gefährdet

Hausbau in Frühling und Sommer

Verzögerungen sind nie erwünscht. Aber Sie können sie nicht vermeiden, wenn die Stein- oder Holzlieferung länger dauert, als erwartet. Beginnen Sie Ihren Hausbau im Frühling, haben Sie Zeit: Frühling, Sommer und bei Bedarf den Herbst.

Welche Vorteile bietet ein Hausbau in Frühling und Sommer

Wenige Dinge können Ihre Baupläne so bremsen wie schlechtes Wetter. Der Winter zu kalt, der Sommer zu heiß und irgendwo dazwischen viel Regen. Während im Frühling regnerische Tage möglicherweise zu Bauverzögerungen führen, gibt es im Sommer mehr trockenen Tagen, die sich perfekt zum Bauen eignen. Im Gegensatz zum kalten Herbst und Winter, bekommt Feuchtigkeit kaum die Chance, in den Rohbau einzudringen.
Außerdem sind die Tage im Frühling wieder länger. Das bedeutet mehr Arbeitszeit und weniger Wartezeit.

Welche Nachteile bietet ein Hausbau in Frühling und Sommer

Der Frühling ist oft sehr nass und der Boden unter Umständen noch gefroren. Daher ist der Frühling kein guter Zeitpunkt, um ein Fundament einzuschütten. Außerdem können Stürme den Bau behindern.

Ein weiterer Nachteil sind die vielen Baubeginne im Frühling. Die Bauunternehmen haben bereits viele Aufträge. Dadurch können die Baukosten steigen oder sich die Bauzeit verlängern.

Im Sommer erschweren mitunter hohen Temperaturen die Bauarbeiten. Gerade für Betonarbeiten sind trockene und heiße Gegebenheiten nicht geeignet. Außerdem muss bei einem Baubeginn im Sommer ein schneller Fortschritt geplant und eingehalten werden. Denn der Rohbau sollte vor dem Winter fertig sein. Durch die gebotene Eile auf der Baustelle, können sich Fehler einschleichen.

Fazit

Entgegen der allgemeinen Meinung ist der Frühling nicht unbedingt der beste Zeitpunkt für den Start des Hausbaus. Auch Winter und Sommer sind nicht für jeden Bauherrn geeignet. Es ist wichtig, dass Sie sich vor dem Bauprojekt mit Ihrem Bauunternehmer zusammensetzen und alles Wichtige besprechen. Bereiten Sie sich ausreichend vor und suchen Sie zusammen einen Termin, der Ihren Ansprüchen entspricht und an Ihre Anforderungen passt.

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